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SV Schermbeck - Vikt. Heiden 2:2 (2:1)

So stark der SVS am vergangenen Wochenende in Delbrück aufspielte, so schwach präsentierte sich die Elf erneut seinen heimischen Fans. Gegen den Aufsteiger Vikt. Heiden, der bis dahin noch keinen Treffer und keinen Punkt auf dem Konto hatte, enttäuschte die Schlebach Elf auf ganzer Linie.

Einzig Marek Klimczok und mit Abstrichen Lucas Kwiatkowski und Max Bönighausen konnten Ihre Leistung abrufen. Ansonsten war das eine ganz biedere Leistung der Schermbecker. Voller Hoffnung und Vorfreude gingen die Schermbecker in diese Partie. Zu Recht, die Leistung in Delbrück war schon klasse und zu Beginn war der SVS auch im Spiel, hatte durch einen Kopfball von Tim Dosedal auch die erste Möglichkeit vor erneut nur 180 Zuschauern wobei ca. 1/3 aus Heiden für Stimmung sorgten. Doch dann offenbarte der SVS gerade in der Defensive zwar bekannte, aber doch viel gravierendere Lücken als noch im letzten Jahr. Dreimal lief der Gast aus Heiden alleine aufs Tor zu und nur mit viel Glück und Heidener Unvermögen blieb es torlos. Richtige Böcke schossen die Schermbecker und luden die Gäste immer wieder munter zu Kontern und Möglichkeiten ein.

Mirco UrbanMirco Urban hatte einen schweren Stand gegen die hoch aufgeschossenen Heidener

Und nach 20 Minuten ging der Gast dann auch verdient in Führung. Markus Seyer nutzte eine Unzulänglichkeit, die man sonst evtl. in der Kreisliga sieht, zur Führung. Doch nun schien der SVS aus seiner Lethargie aufzuwachen. Und wer sonst als Marek Klimczok, an diesem Sonntag der einzige, der Fußball spielte, sorgte für den Ausgleich. Sein Freistoss war klasse. Der Torhüter hatte gegen den plazierten Schuss keine Chance. Und nur 4 Minuten später sorgte Tim Dosedal ebenfalls mit einem tollen Fernschuss aus 20 Metern für die Führung. Die Gäste waren geschockt, doch der SVS konnte weitere Möglichkeiten durch Dominik Milaszewski oder Nikolai Nehlson nicht nutzen. Eigentlich unverdient ging der SVS in die Pause, wo Trainer Christoph Schlebach lautstark seinen Unmut über die Leistung seiner Elf kundtat.

Bene JansenBene Jansen kam in der 85. Minute für Jannis Scheuch ins Spiel

Wer allerdings nun dachte der SVS sei wachgerüttelt, der täuschte sich. Im Gegenteil, der SVS wurde noch schlechter, was eigentlich gar nicht ging. Katastrophale Fehlpässe, keine herausgespielten Möglichkeiten und unnötige Foulspiele und Ballverluste prägten das Schermbecker Spiel. Und dann patzte auch noch Torhüter Tim Krückemeier nach 70 Minuten als er einen harmlosen Flankenball sicher in den Händen hatte, ihn dann aber wie aus dem Nichts fallen ließ und sich Heidens Markus Seyer mit dem 2:2 bedankte. Die Schermbecker Fans waren geschockt über dieses Geschenk. Aber es blieben ja immer noch 20 Minuten Zeit, doch eigentlich hätte Trainer Schlebach 8 Spieler auswechseln müssen, er hatte aber nur 3 zur Verfügung und die kamen auch noch relativ spät, so dass es am verdienten Heidener Punktgewinn nichts zu meckern gibt. Im Gegenteil, hätten die Gäste cleverer nach vorne gespielt, wäre sogar mehr machbar gewesen.

Dosedal
Kein Durchkommen für Vukancic und Dosedal

Was für ein Unterschied zur letzten Saison in den bisherigen Heimspielen, da kann man sich ja schon fast freuen, am nächsten Sonntag ein Auswärtsspiel zu haben. mb